Das erfolgversprechende Handwerk der Oldtimer Restaurierung

356A Speedster vor der Restaurierung
356A Speedster von 1956 im Originalzustand

Sie sind der Hingucker auf der Straße und bei Ausstellungen – Oldtimer. Ihr zeitloses Design verzaubert Jung und Alt. Egal ob Scheunenfund oder geliebtes Erbstück, in allen hergerichteten Oldtimern steckt viel Arbeit, denn der Zahn der Zeit macht auch vor Straßenschönheiten keinen Halt. Doch die Investition in eine Oldtimer Restaurierung lohnt sich!
Bei der Oldtimer Restauration liegt das Hauptaugenmerk darauf den ursprünglichen Charakter des Wagens beizubehalten, während er gleichzeitig modernisiert wird. Wem diese Gratwanderung gelingt, wird mit einem Schmuckstück das seines Gleichen sucht belohnt.
Ein ganz besonderer Augenschmaus unter den Oldtimern sind stets Modelle des Herstellers Porsche. Doch wie läuft so eine Porsche Restaurierung eigentlich ab?

Die Diagnose
Wie bei jeder Oldtimer Restaurierung muss der Wagen zunächst genauestens unter die Lupe genommen werden. Wo befinden sich Mängel, was funktioniert noch, was muss erneuert werden und wie stark ist der Wagen von Rost betroffen.

Porsche 356 Restaurationsprojekt
Porsche 356B T6 Schiebedach Coupe

Die Entfernung des Lacks
Sind alle Schadstellen ausfindig gemacht, wird der Lack entfernt. Dies ist besonders wichtig, um den Oldtimer vor erneuter Korrosion zu bewahren. Hierzu wird der Oldtimer in ein Bad mit einer 80 Grad Celsius heißen Lösung aus Wasser, Lauge und Entlackungsmittel getaucht. So kann der Lack aufquellen und lässt sich leicht lösen. Nach diesem ersten Tauchgang sind die freien Blechstellen des Oldtimers gut einsehbar. Etwaiger Rost wird nach einem zweiten Tauchgang bei 40 bis 50 Grad Celsius entfernt. Der Oldtimer ist nun von korrosiven Rückständen befreit.
Eine weitere Option neben einem solchen Tauchbad bei der Oldtimer Restauration ist es, den Rost durch Abschleifen oder Sandstrahlen zu beseitigen. Vorteil hierbei ist die Möglichkeit von Rost stärker befallene Stellen von Hand zu bearbeiten.

Entlackter Porsche 356
Sangestrahlte Porsche 356A Karosse

Arbeiten an der Karosserie
Nach der Entfernung von Lack und Rost folgt der zeitaufwändigste Schritt bei der Porsche Restauration. Die Karosserie wird in mühsamer Feinarbeit ausgebessert, bis dass der Lack nur noch in geringem Maße aufgetragen werden muss. Hierbei wird besonders auf ein qualitatives und nachhaltiges Ergebnis hin gearbeitet, denn die Ansprüche bei einer Porsche Restaurierung sind überaus hoch.

Auf einer Richtbank wird dieser 356A Speedster wieder neu aufgebaut
Porsche 356A Speedster im Karosseriebau

Die Neulackierung
Sind diese Arbeiten abgeschlossen, ist der Porsche bereit zum Lackieren. Hier gilt es den Oldtimer optisch in seinen ursprünglichen Zustand zu bringen. Doch Lack ist nicht gleich Lack. Durch einen Blick in die Auslieferungsurkunde lässt sich der Name des Ursprungslackes feststellen. Viele Porsche-Fans legen dabei zudem großen Wert auf die Wahl des richtigen Lackherstellers und verwenden ausschließlich Lacke des damaligen Porsche Hoflieferanten Glasurit. Damit wird dem Oldtimer der letzte optische Schliff verpasst.

Lackierung eines Porsche 356B T5 Roadster
Lackneuaufbau an einem Porsche 356B Roadster

Technische Modernisierung
Bei einer Restauration ist es genauso wichtig, dass auch die Technik funktionstüchtig ist, und vor Allem, dass der Wagen fährt. Bei vielen Modellen ist es heutzutage allerdings schwer an originale Ersatzteile zu gelangen. Seinen Oldtimer technisch zu modernisieren kommt daher nicht selten vor.

Porsche 356 Restaurierung
Porsche 356A Speedster

Das Endergebnis
Nach einer erfolgreichen Porsche Restauration ist man im Besitz eines einzigartigen Stücks der Mobilitätsgeschichte, welches durch seinen aufgefrischten Charakter und sein zeitloses Design in seiner Eleganz seines Gleichen sucht. Und seine technische Modernisierung steigert seinen Wert noch darüber hinaus. Ein wahrer Augenschmaus, für den sich der Aufwand lohnt.

Abgeschlossene Restaurierung eines Porsche 356A
Porsche 356A von 1958
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